Mini-Hufkurs


Eine Frage der Symmetrie

Egal, an welcher Philosophie sich dein Hufbearbeiter orientiert. Symmetrie ist ein wesentlicher Bestandteil der Hufgesundheit deines Pferdes.

Daher nehmen wir uns heute die Unterseite des Hufes vor – somit hast du heute die Chance, die Hufe deines Pferdes von „unten“ zu beurteilen.

Vorab geben wir dir hierzu ein Bild mit Erklärungen der einzelnen Strukturen, damit wir die gleiche Sprache sprechen.

Beispiele für Vorder- und Hinterhuf

unbearbeiteter Vorderhuf

bearbeiteter Hinterhuf

Erste Beurteilungskriterien

Die Vorderhufe, die etwa 60 % des Pferdegewichtes tragen, haben in etwa die Form eines Kreises.

Die Hinterhufe haben eine ovale Form. Oval, damit sie eher als "Kralle" dienen und den Schub optimal übertragen können.

Die Eckstreben bestehen aus Kapselhorn und verlaufen wie auf dem Bild in das erste Drittel des Strahls.

Der Strahl sollte im Idealfall deutlich ausgeprägt sein und leichten Bodenkontakt haben.

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WICHTIG: Der Strahl trägt zumindest im ersten Dritteln mit und sollte nicht zu stark bearbeitet werden. Das könnte den Komfort deines Pferdes erheblich beeinträchtigen und "fühlig" werden lassen.

Jetzt bist du dran!

Fotografiere die Unterseiten der vier Hufe deines Pferdes. Du kannst sie auf der nächsten Seite einfügen und die Mittellinie einzeichnen.

Sind beide Seiten symmetrisch?

Unsymmetrien verweisen darauf, dass die Kräfte beim Auffußen ungleich auf den Huf einwirken. Der Huf passt sich diesen Kräften an und verliert seine regelmäßige Form. Die Muskeln passen sich den Kräften an, indem sie durch Anspannen und Entspannen die Hufe in die Position bringen, in der sie möglichst viel der Energie für die Bewegung nutzen zu können.

Das ist für das Pferd als Fluchttier überlebenswichtig!

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